Das Schlimmste, das passieren kann…
Geistlicher Impuls März 2024
von Tobias Aldinger, Mitglied der Koordinationsgruppe „Prozesse geistlich gestalten“
Das Schlimmste, das passieren kann…
Was ist das Schlimmste, das Pfarreien, Gemeinden und Caritas im Wandel von K2030 passieren kann? Diese provokante Frage nach einem Tiefpunkt und Totpunkt kann belebend wirken. Versuchen Sie es einmal. Nehmen Sie die Frage mit ins Team. Wer sich auf die Frage ehrlich einlässt, findet am Grund der Antworten gute Gründe. Ein „Zu-Grunde-Gehen“ ist auch ein „Auf-den-Grund-Gehen“. Außerdem hilft die Frage beim Priorisieren und lässt demütiger werden – manchmal fällt unser Ego dabei ab. Was eine Erleichterung!
Meine persönliche Antwort auf die Frage geht in zwei Richtungen: Der schlimmste Totpunkt wäre für mich, wenn wir keine lebendige, lebensstärkende Beziehung mit Gott und aus dem Glauben ermöglichen. Und: wenn einzelne Menschen in der Gemeinschaft von Glaubenden nicht mehr gesehen werden und keinen Platz mehr haben. Jetzt kann ich fragen: Worauf legen wir unsere Schwerpunkte, damit wir Lebendigkeit und Annahme als Glaubensgemeinschaft ermöglichen?
Auch die Jünger:innen im Johannesevangelium am See von Tiberias (Joh 21, 1-14) hatten so eine Erfahrung vom „Zu Grunde gehen“. Sie mussten dabei mindestens dreimal umdenken und ihre Perspektive wechseln:
1. Umdenken:
Als sie erfolglos ihre Fischernetze die ganze Nacht ausgeworfen hatten, treffen sie einen Unbekannten am Ufer. Der Fremde gibt ihnen einen neuen Impuls: Werft das Netz auf der anderen Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden (Joh 21, 6). Aha! Trau dich deine jahrelangen Routinen in der Praxis zu verlassen.
2. Umdenken:
Der Fremde entpuppt sich als der auferstandene Christus. Was für eine Erkenntnis, dass Christus schon lange da ist, auch im Fremden! Nicht der Anführer Petrus ist dabei der Augenöffner, sondern der Jünger mit dem liebevollen Herzen. Aha! Für die Christusbegegnung: Folge der Liebe.
3. Umdenken:
Der Höhepunkt sind nicht die vollen Netze des Erfolgs, sondern die Gemeinschaft mit Jesus am Kohlenfeuer. Die Jünger:innen erfahren Gemeinschaft mit Christus nicht im wohl vorbereiteten Abendmahlssaal des Gründonnerstags, sondern am sandigen, steinigen Ufer des Sees um ein Lagerfeuer. Die Form der Gemeinschaft hat sich verändert. Die Verbundenheit mit dem, der lebendig macht, bleibt. Aha! Es geht nicht darum, eine bestimmte Form von Kirche zu bewahren.
Mögen uns die Kar- und Ostertage an das christliche Urmotiv des Umkehrens erinnern und an das Urvertrauen, dass aus Totpunkten Leben wachsen wird.
Vielleicht mögen Sie mit dieser Erzählung in Ihrem Team bzw. Gremium arbeiten und sich von ihr inspirieren lassen? Hier finden Sie Anregungen dafür.
Was ist das Schlimmste, das Pfarreien, Gemeinden und Caritas im Wandel von K2030 passieren kann? Diese provokante Frage nach einem Tiefpunkt und Totpunkt kann belebend wirken. Versuchen Sie es einmal. Nehmen Sie die Frage mit ins Team. Wer sich auf die Frage ehrlich einlässt, findet am Grund der Antworten gute Gründe. Ein „Zu-Grunde-Gehen“ ist auch ein „Auf-den-Grund-Gehen“. Außerdem hilft die Frage beim Priorisieren und lässt demütiger werden – manchmal fällt unser Ego dabei ab. Was eine Erleichterung!
Meine persönliche Antwort auf die Frage geht in zwei Richtungen: Der schlimmste Totpunkt wäre für mich, wenn wir keine lebendige, lebensstärkende Beziehung mit Gott und aus dem Glauben ermöglichen. Und: wenn einzelne Menschen in der Gemeinschaft von Glaubenden nicht mehr gesehen werden und keinen Platz mehr haben. Jetzt kann ich fragen: Worauf legen wir unsere Schwerpunkte, damit wir Lebendigkeit und Annahme als Glaubensgemeinschaft ermöglichen?
Auch die Jünger:innen im Johannesevangelium am See von Tiberias (Joh 21, 1-14) hatten so eine Erfahrung vom „Zu Grunde gehen“. Sie mussten dabei mindestens dreimal umdenken und ihre Perspektive wechseln:
1. Umdenken:
Als sie erfolglos ihre Fischernetze die ganze Nacht ausgeworfen hatten, treffen sie einen Unbekannten am Ufer. Der Fremde gibt ihnen einen neuen Impuls: Werft das Netz auf der anderen Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden (Joh 21, 6). Aha! Trau dich deine jahrelangen Routinen in der Praxis zu verlassen.
2. Umdenken:
Der Fremde entpuppt sich als der auferstandene Christus. Was für eine Erkenntnis, dass Christus schon lange da ist, auch im Fremden! Nicht der Anführer Petrus ist dabei der Augenöffner, sondern der Jünger mit dem liebevollen Herzen. Aha! Für die Christusbegegnung: Folge der Liebe.
3. Umdenken:
Der Höhepunkt sind nicht die vollen Netze des Erfolgs, sondern die Gemeinschaft mit Jesus am Kohlenfeuer. Die Jünger:innen erfahren Gemeinschaft mit Christus nicht im wohl vorbereiteten Abendmahlssaal des Gründonnerstags, sondern am sandigen, steinigen Ufer des Sees um ein Lagerfeuer. Die Form der Gemeinschaft hat sich verändert. Die Verbundenheit mit dem, der lebendig macht, bleibt. Aha! Es geht nicht darum, eine bestimmte Form von Kirche zu bewahren.
Mögen uns die Kar- und Ostertage an das christliche Urmotiv des Umkehrens erinnern und an das Urvertrauen, dass aus Totpunkten Leben wachsen wird.
Vielleicht mögen Sie mit dieser Erzählung in Ihrem Team bzw. Gremium arbeiten und sich von ihr inspirieren lassen? Hier finden Sie Anregungen dafür.