von Bruder Felix Weckenmann OSB, Benediktiner und Gärtner des Klosters Beuron,
und Frank Scheifers, Dekanatsreferent in Sigmaringen-Meßkirch
Was Wachstum braucht
Geistlicher Impuls Juli 2022
Frank Scheifers: Das Gleichnis erzählt davon: „Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.“ (Markus 4,26-27)
Bruder Felix: Wachstum braucht Wurzeln (zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und zur Verankerung/Standfestigkeit) und Raum. Als Gärtner stelle ich einer Pflanze Raum zur Verfügung, in den sie hineinwachsen und sich entfalten kann.
Das Klima beeinflusst ganz entscheidend das Wachstum (...) Wachstum bedeutet Leben, Bewegung, Dynamik, manchmal ist auch Sterben Voraussetzung für neues Wachstum (vgl. Samenkörner, Blätter im Herbst u.a.).
Gekürzter Auszug aus Neuerscheinung: Scheifers/Weckenmann, „Leben heißt sich wandeln – Was wir von Wachstumsprozessen in der Natur für die Kirche lernen können“, Gmeiner Verlag Meßkirch 2022, S.11 f.
Bruder Felix: Wachstum können wir nicht „machen", wie zum Beispiel ein Schreiner einen Stuhl herstellt oder ein Designer eine Website. Wachstum geschieht einfach, wenn entsprechende Voraussetzungen erfüllt sind. Es gibt Naturgesetze, auf die wir bauen dürfen, wir können diese nicht aushebeln und umgehen, wenn etwas wachsen soll. Wachstum braucht Ruhe, Zeit, Geduld und Gelassenheit. Wachstum geschieht lautlos, fast im Geheimen, es ist auch nicht sichtbar. Das Ergebnis des Wachstums ist dann allerdings sichtbar, und da kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Bevor der Gärtner aber über seine (kultivierten) Pflanzen staunen kann, muss er erst etwas tun. So geht es also los: Scheinbar totes Material - Erde und Samen - wird in eine Kiste gelegt, dann wird Wasser hinzugegeben und dann darf sich der Gärtner erstmal gedulden. Aber irgendwann, wenn das Klima und alle Bedingungen passen (Wärme, Feuchtigkeit, Licht, der Same keimfähig ist), beginnt es zu keimen.
Frank Scheifers: Das Gleichnis erzählt davon: „Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.“ (Markus 4,26-27)
Bruder Felix: Wachstum braucht Wurzeln (zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und zur Verankerung/Standfestigkeit) und Raum. Als Gärtner stelle ich einer Pflanze Raum zur Verfügung, in den sie hineinwachsen und sich entfalten kann.
Das Klima beeinflusst ganz entscheidend das Wachstum (...) Wachstum bedeutet Leben, Bewegung, Dynamik, manchmal ist auch Sterben Voraussetzung für neues Wachstum (vgl. Samenkörner, Blätter im Herbst u.a.).
Gekürzter Auszug aus Neuerscheinung: Scheifers/Weckenmann, „Leben heißt sich wandeln – Was wir von Wachstumsprozessen in der Natur für die Kirche lernen können“, Gmeiner Verlag Meßkirch 2022, S.11 f.